Stadtratssitzung 14.01.2019 (Bild: Simone Bronnhuber, DZ)
Stadtratssitzung 14.01.2019 (Bild: Simone Bronnhuber, DZ)
Wichtige Weichenstellung für zukünftige Wasserversorgung und B16 Nordumfahrung

Der Höchstädter Stadtrat stand in seiner Sitzung am 14.01.2019 vor einer sehr wichtigen und wegweisenden Entscheidung für die Zukunft unserer Heimatstadt. In der Sitzung wurde über die künftige Wasserversorgung entschieden und somit auch über die Trassenvariante der B16 Ortsumfahrung, mit der die Regierung von Schwaben nun in ein Planfeststellungsverfahren gehen wird.

Da die Abhängigkeiten und Risiken sehr komplex sind, stellte diese Bürgermeister Gerrit Maneth zu Beginn für alle Anwesenden nochmals ausführlich dar.

Um allen Stadtratsmitgliedern eine optimale Vorbereitung und einen Einblick in Fachinformationen zu ermöglichen, traf sich das Gremium am Freitag, 11.01. in unserem Wasserwerk, wo Stadtbaumeister Thomas Wanner sowie die Wasserwerkmitarbeiter Stefan Reichardt und Alfred Weißenburger die künftig erforderlichen Sanierungsmaßnahmen vor Ort erläuterten.

Ferner war am Samstag, 12.01. eine ganztägige Klausur im Schloss Höchstädt angesetzt, in der alle Fakten, aber auch die jeweiligen Risiken und Abhängigkeiten zwischen der Entscheidung über die Wasserversorgung und dem Bau der B16 Nord WSG aufgezeigt wurden und ausgiebig diskutiert werden konnten.

An der Klausur nahmen als Referenten Fr. Medizinaloberrätin Frenzel-Dorschner sowie den Hygienekontrolleuren Hr. Albrecht und Hr. Graf vom Landratsamt für die Belange des Gesundheitsamtes; Hr. Behringer, Werkleiter der Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen, Baurätin Fr. Hasubek sowie Sachgebietsleiter Hr. Pfeifer vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, Hr. Lautner, Werkleiter der Bayerischen Rieswasserversorgung, Regierungsdirektorin Fr. Marx vom Landratsamt für die Themen rund um das Wasserrecht, Baudirektor Hr. Weirather von der Regierung von Schwaben zu den Themen Straßenrecht und Straßenbau teil, bei denen sich Bürgermeister Gerrit Maneth für ihre fundierten Ausführungen sowie die offene und fachliche Beantwortung der gestellten Fragen bedankte. Sein Dank galt auch den teilnehmenden Stadträten für die gezielten Fragestellungen und konstruktiven Beiträge.

Ziel der Klausur war es, den Stadtratsmitgliedern die Möglichkeit einer umfassenden Information zu geben, um sich bis zur Stadtratssitzung für die ihrer Meinung nach beste Lösung für die Zukunft unserer Stadt entscheiden zu können.

Dem Stadtoberhaupt war es sehr wichtig, zu verdeutlichen, dass für ihn an vorderster Stelle die Lebensqualität für unsere Bürgerinnen und Bürger, optimale Bedingen für Einzelhandel, Gewerbe und Industrie sowie eine weitere positive Entwicklung unserer Heimatstadt stehen und am Herzen liegen. Das zentrale Thema für Höchstädt für diese und die nächsten Generationen ist in seinen Augen die dringend notwendige Verkehrsentlastung.

Bei einer weiteren Wasserversorgung der Kernstadt und Sonderheim durch die beiden eigenen Brunnen wäre die Stadt auch in Zukunft für die Risikofaktoren wie Sicherheit, Personalbeschaffung von Fachkräften, Gewährleistung der Wasserqualität und Umsetzung von neuen Gesetzesvorgaben und strengeren Auflagen voll verantwortlich. Und das für die nächsten 20 Jahre.

Die Stadt Höchstädt betreibt seit Jahren ein partnerschaftliches Geschäftsverhältnis mit der Bayer. Rieswasserversorgung, die bereits unsere Stadtteile Deisenhofen, Oberglauheim und Schwennenbach mit Wasser beliefern. Die Rieswasserversorgung kann mit ihren hervorragend geschulten Fachkräften und der vorhandenen zukunftsorientierten Technik die große Verantwortung im Bereich der Wassergewinnung übernehmen.

Im Falle einer Auflösung des städtischen Wasserschutzgebietes sieht der Bürgermeister zudem weitere städtebauliche Entwicklungs- und Erweiterungsmöglichkeiten im Bereich Wohn-, Misch-, Gewerbe und Industriegebieten.

Auch wurden die Ergebnisse, der 2017 durchgeführten Verkehrsprognose für 2030, für ausgewählte Straßen erläutert.

Nach umfangreichen, aber sehr konstruktiven Wortbeiträgen und Meinungsäußerungen der Stadträte stimmte das Gremium mit 12:9 dafür, das Trinkwasser für die Kernstadt Höchstädt einschließlich des Stadtteiles Sonderheim zukünftig von der Bayerischen Rieswasserversorgung zu beziehen.

Bürgermeister Gerrit Maneth wurde beauftragt, einen entsprechenden Vertrag mit dem Zweckverband „Bayerische Rieswasserversorgung“ zeitnah auszuarbeiten und dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorzustellen. Ferner soll das Stadtoberhaupt mit den verantwortlichen Behörden Gespräche führen, um eine bestmögliche Weiterentwicklung für Höchstädt und die Stadtteile sicherzustellen.

Abschließend dankte das Stadtoberhaupt allen Stadträten für ihr Engagement zur weiteren positiven Entwicklung unserer Stadt und allen Bürgerinnen und Bürgern für das zahlreiche Interesse.