Auf dem Bild von links: Leitender Baudirektor Wilhelm Weirather, Erster Bürgermeister Gerrit Maneth, MdB Ulrich Lange, Grünbeck-Geschäftsführer Dr. Günter Stoll, IHK-Regionalvorsitzender Gregor Ludley, IHK-Regionalgeschäftsführerin Bettina Kräußlich, IHK-Geschäftsfeldleiter Mobilität und Stadtentwicklung Peter Stöferle, MdL Georg Winter und Reinhold Fisel, Sprecher des AK Infrastruktur der IHK-Regionalversammlung Dillingen (Foto: Ulrich Klieber; Büro MdB Lange)
Auf dem Bild von links: Leitender Baudirektor Wilhelm Weirather, Erster Bürgermeister Gerrit Maneth, MdB Ulrich Lange, Grünbeck-Geschäftsführer Dr. Günter Stoll, IHK-Regionalvorsitzender Gregor Ludley, IHK-Regionalgeschäftsführerin Bettina Kräußlich, IHK-Geschäftsfeldleiter Mobilität und Stadtentwicklung Peter Stöferle, MdL Georg Winter und Reinhold Fisel, Sprecher des AK Infrastruktur der IHK-Regionalversammlung Dillingen (Foto: Ulrich Klieber; Büro MdB Lange)
Klares Zeichen für die B16-Nordtrasse

Abgeordnete, Kommune und IHK-Regionalversammlung bekennen sich in einer Erklärung zur Ortsumgehung Höchstädt: „Jetzt die Chance nutzen“

Vertreter von Wirtschaft, Politik und Kommune haben in einem Spitzengespräch ein gemeinsames Zeichen für den raschen Bau der Nordumfahrung der Bundesstraße B 16 bei Höchstädt gesetzt. „Es ist deutlich geworden, dass wir uns in diesem Anliegen einig sind“, stellten der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung, Gregor Ludley, und der Sprecher des IHK-AK Infrastruktur, Reinhold Fisel, fest.

Zu dem Spitzengespräch mit den Abgeordneten Ulrich Lange (Bundestag), Georg Winter (Landtag), dem Ersten Bürgermeister Gerrit Maneth und dem Leiter des Staatlichen Bauamts Krumbach, Wilhelm Weirather hatte die IHK Schwaben in die Firma Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH nach Höchstädt eingeladen. Deren Geschäftsführer Dr. Günter Stoll betonte, dass der Bau der B 16 im Norden den örtlichen Unternehmen die notwendige Klarheit über die weitere Entwicklung der Stadt geben werde.

Für Linienführung im Einklang mit künftigem Wasserschutzgebiet

Die Teilnehmer verständigten sich auf die Erklärung, sie seien sich „einig, dass mit Blick auf die Realisierungschancen und die rasche Umsetzbarkeit ausschließlich die Variante einer modifizierten Nordumfahrung weiterverfolgt werden muss. Diese Einigkeit wird gemeinsam dem Bundesverkehrsministerium und dem bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr übermittelt.“ Die modifizierte Nord-Trasse solle die Grenzen des künftigen, neu abgesteckten Wasserschutzgebietes berücksichtigen.

„Das Projekt wurde im Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf aufgenommen. In diesem Jahr erfolgte die Sicherstellung der Finanzierung durch den Investitionsrahmenplan“, beschrieb der Bundestagsabgeordnete Lange die Einstufung des Projekts beim Bund. Die Ortsumfahrung Höchstädt sei einer der offenen Punkte im Korridor zwischen Günzburg und Ingolstadt. Lange betonte: „Aus Sicht des Bundes wird die Nord-Trasse geplant.“

Sein Landtags-Kollege Winter fügte hinzu, dass die bayerische Staatsregierung dem dreistreifigen Ausbau der B16 von Donauwörth bis Günzburg Priorität bei den Verkehrsprojekten im Regierungsbezirk Schwaben einräume. „Bislang sind wir mit der B 16 neu im Norden Höchstädts wegen des fehlenden Baurechts nicht vorangekommen. Entscheidend ist es, mit allem Nachdruck den Weg für eine genehmigungsfähige Linie zu finden.“

Der 1. Bürgermeister Maneth zeigte sich überzeugt: „Die Chancen stehen so gut wie noch nie für eine Lösung.“ Er hoffe auf belastbare Aussagen zu den Grenzen des künftigen Wasserschutzgebietes und damit zu den Spielräumen für die künftige Linienführung der Bundesstraße noch in diesem Herbst.

„Eine weitere Trassendiskussion ist nicht mehr zu führen“

Klarheit über den Zuschnitt des Wasserschutzgebiets ist nach den Worten des Leitenden Baudirektors Weirather die Voraussetzung dafür, die seit dem Stopp des 2015 begonnenen Planfeststellungsverfahrens ruhenden Planungen wiederaufzunehmen: „Sobald wir hier eine verlässliche Grundlage haben, können wir loslegen.“ Erst mit dem Abschluss dieses Planfeststellungsverfahrens gibt es Baurecht für die B 16. Weirather ergänzte, dass die „grundsätzliche Linienführung der B 16 im Norden von Höchstädt bereits seit 2009 vom damaligen Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung förmlich bestimmt wurde und daher eine weitere Trassendiskussion nicht mehr zu führen ist.“

IHK: Ortsumgehung ist Kriterium für künftige Investitionsentscheidungen

Die IHK-Vertreter Ludley und Fisel erinnerten daran, dass die Ortsumgehung Höchstädt „seit 25 Jahren ein Anliegen der Wirtschaft“ sei. Es gehe hier nicht um ein lokales Projekt, sondern um einen wesentlichen Baustein einer überregionalen Verkehrsachse. Der Landkreis Dillingen sei einer der wenigen in Bayern, die weder über einen Autobahnanschluss noch über eine vierspurige Bundesstraße verfügen. „Für künftige Ansiedlungs- und Investitionsentscheidungen von Unternehmen ist das aber ein entscheidendes Kriterium“, betonten Ludley und Fisel. „Letztendlich geht es um die Zukunftschancen dieses Landkreises.“