Kategorie Aktuelles – Informationen

Auf dem Bild: Silke Diehl und Gerrit Maneth (Foto: Stadt Höchstädt)
Auf dem Bild: Silke Diehl und Gerrit Maneth (Foto: Stadt Höchstädt)
Das Rathaus Höchstädt nutzt die Luca App

Um auf einfache Art und Weise eine corona-konforme Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten, kann man sich jetzt auch bei uns im Rathaus Höchstädt mit der luca App anmelden.

„Wir würden uns sehr freuen, wenn sich die Besucher unseres Rathauses über die luca App registrieren, um damit eine weitere Möglichkeit zu einer schnellen Nachverfolgung sicherstellen zu können“, so Bürgermeister Gerrit Maneth. Die Teilnahme ist natürlich freiwillig!

Und so funktioniert die luca App:

Die App im Google Play Store oder Apple App Store kostenlos downloaden.
In den Eingangsbereichen des Rathauses finden Sie einen Hinweis mit dem QR-Code der VG Höchstädt. Über die luca App einscannen und schon sind Sie kostenlos registriert.

Informationen zur luca app finden sich unter www.luca-app.de/faq/.

Luca App
Gesundheitsamt Dillingen setzt luca App zur Kontaktverfolgung ein

Als weiteren wichtigen Baustein zur Eindämmung der Corona-Pandemie bezeichnet Landrat Leo Schrell die „luca App“, die künftig vom Gesundheitsamt des Landkreises Dillingen a.d.Donau für die Kontaktnachverfolgung genutzt wird.

Schrell wirbt deshalb sowohl bei der Bevölkerung als auch den Unternehmen des Einzelhandels und der Gastronomie für die Nutzung der App. Schrell sieht in der App den Vorteil, dass die Daten bei den Gesundheitsämtern direkt in SORMAS eingespeist werden können.

SORMAS ist eine spezialisierte Software-Version zum Kontaktpersonenmanagement im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie. Es unterstützt die Gesundheitsämter bei der Identifizierung und Überwachung von Kontaktpersonen. Das Gesundheitsamt Dillingen nutzt SORMAS bereits seit Dezember 2020.

Die Nutzung der luca App würde nach Überzeugung des Landrats einen hilfreichen Baustein im Rahmen der digitalen Kontaktnachverfolgung von Infektionsketten darstellen. Luca ist eine Lösung, die eine schnelle Kontaktdatenverwaltung und Kontaktnachverfolgung für private Treffen und öffentliche Veranstaltungen, für Geschäfte und Gastronomie ermöglicht und dabei die Gesundheitsämter einbindet sowie deren Arbeit erheblich vereinfacht.

Schrell misst der effektiven und effizienten Kontaktnachverfolgung vor allem auch mit Blick auf die ab 22. März 2021 möglichen weiteren Öffnungsschritte in Richtung Außengastronomie große Bedeutung bei. Der Landrat lässt derzeit von seiner Verwaltung die rechtlichen Grundlagen für diesen Öffnungsschritt prüfen und vorbereiten. Dazu ist allerdings das Einvernehmen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege erforderlich. Gleiches gilt u.a. für die Öffnung von Kinos sowie kontaktfreien Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport unter freiem Himmel.

Nachdem vom 22. März 2021 ausgehend in den zurückliegenden 14 Tagen der 7-Tages-Inzidenz-Wert mindestens einmal über 50 lag (13. März 2021) wären die weiteren Öffnungsschritte allerdings nur unter Einschränkungen möglich. So sind für die Bereiche „Sport und Kino“ stets ein tagesaktueller COVID-19 Schnell- oder Selbsttest erforderlich, in der Außengastronomie jedoch nur für Personen an einem Tisch aus verschiedenen Hausständen.

Die Öffnung der Außengastronomie würde zudem voraussetzen, dass Besucher nur nach vorheriger Terminbuchung mit Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung Zutritt erhalten. Weiter entscheidend ist vor allem, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens stabil oder rückläufig erscheint. Dabei wiederum spielt eine schnelle Kontaktnachverfolgung mit dem Ziel der Unterbrechung von Infektionsketten eine entscheidende Rolle.

Informationen zur luca app finden sich unter www.luca-app.de/faq/. Im Kern ist luca ganz einfach: luca hat drei zentrale Schnittstellen – den Gastgeber, den Gast bzw. User und die Gesundheitsämter. Als Gast meldet man sich einmal in der App mit seinen Daten auf einem mobilen Endgerät an. luca generiert einen sich minütlich ändernden QR-Code, der dem Endgerät des Gastes zugeordnet ist. Mit diesem „Pass“ kann man sich in Locations einchecken – egal, ob Wochenmarkt, Kirche, Restaurant, Geschäft oder Familientreffen. Alles was der „Gastgeber“ dafür benötigt, ist ebenfalls ein Handy mit der luca App. Man checkt sich per Scan bei seinem Gastgeber ein und wird z.B. automatisch ausgeloggt, wenn man den Ort wieder verlässt. Tritt ein Infektionsfall ein, werden alle Gäste dieser Location informiert, die sich zur betreffenden Uhrzeit dort aufgehalten haben. Parallel werden die Gesundheitsämter informiert, die dann automatisch Zugriff auf die Daten der übrigen Gäste haben. Zusätzlich bietet die App ein Kontakttagebuch an. Hier kann man bis zu 30 Tage zurückverfolgen, wo man wann war – genau das Kontakttagebuch, was Virologen wie Christian Drosten empfehlen.

Auch die Corona-Warn-App bietet bereits seit einiger Zeit die Möglichkeit, ein Kontakttagebuch zu führen. Im Falle eines Kontakts mit einer positiv getesteten Person müssen diese rückwirkenden Kontakte im Infektionszeitraum dem Gesundheitsamt angegeben werden.

(Pressemitteilung LRA Dillingen)

Standorte Flutpolder
Standorte Flutpolder
Bürgerinformationsveranstaltung Flutpolderstandorte

Am 6. April 2016 fand in Höchstädt wieder eine Bürgerinformationsveranstaltung zur Vorstellung der potenziellen Flutpolderstandorte entlang der Donau statt. Wir nehmen das zum Anlass, um über die bisherigen Entwicklungen und den derzeitigen Stand zu informieren.

Im September 2014 wurden die Pläne zum Bayerischen Flutpolderprogramm erstmals den Medien vorgestellt. Sehr schnell nach der Bekanntmachung dieses Programms regte sich massiver Widerstand, der sich in Protestveranstaltungen, Unterschriftenlisten und Resolutionen ausdrückte. In massiver Kritik stand die Kommunikation durch das Ministerium, wurden doch weder die betroffenen Kommunen und die Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld zu diesen geplanten Maßnahmen informiert. Dieser Widerstand war es auch, der unseren Stimmkreisabgeordneten, MdL Georg Winter veranlasste, die Initiative zu ergreifen, um die Kräfte zu bündeln. Aus dieser Initiative entstand das „Bündnis Hochwasserschutz für unsere Heimat“.

In einer weiteren gemeinsamen Aktion wurde von den Mitgliedern des Fraktionstreffs der Stadt Höchstädt, bestehend aus 1. Bürgermeister Stefan Lenz, 2. Bürgermeister Stephan Karg, 3. Bürgermeister Hans Mesch, den Fraktionsvorsitzenden Ludwig Kraus, Johann Jall und Wolfgang Konle, sowie dem Bauausschussvorsitzenden Simon Wetschenbacher die Initiative „Gemeinsam gegen die Flutpolderplanung und für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes im Bereich Höchstädt“ ins Leben gerufen. Diese Initiative sammelte in kurzer Zeit über 1.500 Unterschriften, die Hans Mesch mit einer Resolution am 23. Februar 2015 Staatsministerin Ulrike Scharf übergab.

Trotz aller berechtigten Sorgen und Bedenken von kommunalpolitischer Seite, von Verbänden und vor allem von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, wurden am 3. Juni 2015 die Flutpolderstandorte Dillingen, Steinheim, Höchstädt und Schwenningen vorläufig gesichert. Eine Maßnahme, die wir nach wie vor nicht akzeptieren und gegen die von der Stadt Höchstädt auch Klage eingereicht wurde.

Daraufhin wurde der sogenannte „Hochwasseridalog Phase II“ eingeläutet. Es folgten in schneller Reihenfolge die Veranstaltungen in Münchsmünster, Regensburg, Mertingen und Bertoldsheim. Allesamt Veranstaltungen mit hochkarätigen Fachleuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ziel war es:

  • Gesprächskultur auf Sachebene fördern
  • Der Bevölkerung ein Forum für Fragen, Einwände und konstruktive Vorschläge bieten
  • Breite Debatte zum Hochwasserschutz für umfassenderes Verständnis
  • Eingehen auf regionale Besonderheiten der Flutpolderstandorte
  • Austausch der Standorte auf überregionaler Ebene
  • Verbesserte Informationsgrundlage für künftige Entscheidungen bzw. Planungen

Diese Ziele fanden sich bei den Veranstaltungen nicht immer konsequent wider. Oft entstand der Eindruck, dass die Vorträge und Gesprächsrunden so gesteuert waren, dass am Ende immer wieder nur eine Konsequenz im Vordergrund stand: Wir brauchen diese Flutpolder und wir brauchen sie genau dort, wo sie jetzt geplant sind. Bezeichnend war in diesem Zusammenhang der Auftritt des Regensburger Oberbürgermeisters, dessen Statement bei den sogenannten Oberliegern nicht gerade vertrauensfördernd war. Unterlieger, die Risiken bewusst in Kauf genommen haben, erwarteten also jetzt die Lösung in umgekehrter Reihenfolge?

Immer wieder wurde die Betrachtung weiterer Standorte, auch südlich der Donau in Aussicht gestellt. Es stimmt daher positiv, dass diese umfangreichen Untersuchungen nun weitgehend abgeschlossen sind und die Ergebnisse vorliegen.

Es gibt aktuell 8 Standorte (sh. Karte). In den nächsten Schritten sollen nun die Parameter für eine Bewertung festgelegt werden.

Nach übereinstimmender Meinung der Initiative „Gemeinsam gegen die Flutpolderplanung und für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes im Bereich Höchstädt“ als auch des „Bündnis Hochwasserschutz für unsere Heimat“ liegen nach wie vor zahlreiche Forderungen und vor allem offene Fragen auf dem Tisch, die zunächst faktisch beantwortet sein müssen, bevor die nunmehr im Raum stehenden Standorte nördlich und südlich der Donau weiter vertiefend betrachtet werden.

Dazu zählen:

  • die konkrete Betrachtung, wie durch Rückhaltemaßnahmen an den Zuflüssen der Donau eine Entlastung geschaffen werden kann, weil gerade diese dezentralen Maßnahmen eine hohe Akzeptanz bei den Betroffenen haben, vor allem weil sie dort, wo sie sind eine effektive Wirkung haben und damit auch Schutz und Sicherheit für die dort lebenden Menschen bieten
  • die Forderung nach einem effektiven Staustufenmanagement mit Ausräumung der Staubereiche
  • die Feststellung, dass der Schutz der bebauten Bereiche bei allen Überlegungen oberste Priorität haben muss.

Es gibt eine Vielzahl von Maßnahmen, technische, technisch unterstützte und natürliche, die in eine intelligente und damit wirksame Reihenfolge gebracht werden müssen. Dazu gehören auch weitere Alternativen wie Dammausweitungen, Auwaldvernässung, Kleinrückhaltebecken, konservierende Bodenbearbeitung und Versickerungssysteme.

Daraus resultierend kann erst die Frage beantwortet werden, welche Rückhaltevolumen dann auch unter Berücksichtigung des Riedstromes überhaupt noch zwingend an der Donau im Landkreis Dillingen und der Gemeinde Tapfheim geschaffen werden müssen. Erst wenn diese Fragen belastbar beantwortet sind und eine schlüssige Bedarfsanalyse auf dem Tisch liegt, kann eine Priorisierung potentieller Flutpolderstandorte an der Donau erfolgen. Hier werden wir darauf achten, dass die richtige Reihenfolge eingehalten wird.

Das „Bündnis Hochwasserschutz für unsere Heimat“ hat mit Prof. Dr. Robert Jüpner einen ausgewiesenen Experten für dieses Thema engagiert. Prof. Dr. Jüpner ist seit 15 Jahren als Professor für Wasserbau tätig und leitet derzeit den Fachbereich Wasserbau und Wasserwirtschaft im Fachbereich Bauingenieurwesen der TU Kaiserslautern.

Wir danken allen, die in den letzten Wochen und Monaten vor und hinter den Kulissen, laut und leise, dafür gesorgt haben, dass sich der Fokus des Hochwasserdialogs auch immer wieder an den Sorgen und Nöten der Menschen in unserer Region orientiert. Dank gilt auch dem Wasserwirtschaftsamt, mit dem auch in turbulenten Zeiten immer auf Augenhöhe und voller Respekt Gespräche geführt werden konnten.

Auf dieser Basis werden wir gemeinsam weiterarbeiten. Zum Wohl unserer Heimat und zum Wohl aller Menschen, die dort ihre Existenz und ihren Lebensmittelpunkt haben.