(Foto: Pixabay/Capri23auto)
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Heißer Sommer für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer

„Wer Fichten hat, der muss Borkenkäfer suchen und bekämpfen“ – Eine ebenso einfache wie richtige Weisheit.

Aktuell fliegen die kleinen aber sehr gefährlichen rindenbrütenden Arten „Buchdrucker“ und „Kupferstecher“ wieder verstärkt Fichten an, um dort ihre Brut anzulegen.

Als Waldbesitzerin und Waldbesitzer sind Sie zur Bekämpfung der Schädlinge im eigenen Wald verpflichtet. Sofern Sie sich selbst darum kümmern, stellt sich oft die Frage: „Wie geht das eigentlich und wie sollte ich dabei vorgehen?“ Was ist zu tun, wenn Befall da ist? Befallene Bäume müssen so schnell wie möglich entfernt werden. Um nicht spritzen zu müssen, sollte das eingeschlagene Fichtenholz mind. 500 m entfernt von nächsten Nadelholzbestand gelagert werden. Dann kontrollieren Sie die Nachbarbäume. Die Suche muss vom Boden aus an jedem einzelnen Baum erfolgen und sollte erst beendet werden, wenn mind. zwei Baumreihen ohne Befall festgestellt wurden. Wiederholen Sie die Kontrolle in der „heißen Phase“ bis September einmal wöchentlich!

Falls Sie sich nicht selbst darum kümmern können, beauftragen Sie jemanden! Denn: Überwachung und Bekämpfung der Borkenkäfer sind gesetzliche Pflichten des Waldbesitzers. Versäumnisse führen zu handfesten Schäden im eigenen Wald oder im Wald der Nachbarn. Gerne stehen wir Ihnen zu diesem Thema, auch zum Thema Wiederbewaldung nach Käferschaden, zur Seite. Reagieren Sie aufgrund der verstärkten Flugaktivität der Käfer zeitnah und rechtzeitig.
Forstrevier Unterliezheim, Bayerische Forstverwaltung (Tel.: 09089 206).