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Aktuelles



Geschichte



In Ihrer heutigen Form besteht die Gemeinde Schwenningen seit dem 01. Mai1978. Im Zuge der bayerischen Gemeindegebietsreform wurde die bisher selbständige Gemeinde Gremheim und der Gutshof Dettenhart eingegliedert.

Die Gemeinde umfasst eine Fläche von 25,02 km² mit neun Gemeindeteilen:

Schwenningen

Gremheim

Gutshof Dettenhart

Und die Schwaigen:

Fischweitschwaig

Gunkelschwaige

Joasschwaig

Ruppenmühle

Ruppenschwaig

Stoffelhansenschwaig

Die Gemeinde Schwenningen wurde am 01. Mai 1978 Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt. Heute zählt die Gemeinde 1520 Einwohner.

                             
          Kirche St. Andreas Gremheim                              Rathaus Gemeinde Schwenningen

Gemeindeteil Schwenningen:

Schwenningen geht vermutlich auf Alemannische Gründung zurück. Nachweisbar benannt ist Schwenningen erstmals um das Jahr 1140 als Swenigen. Im Ort saß eine niederes Adelsgeschlecht, die sich nach dem Ort nannten (’von Schwenningen’ ’Herren von Schwenningen’ ’Ritter von Schwenningen’). Zwei Angehörige dieses Geschlechts, Egilolf und Sigiloch von Schwenningen werden als Zeugen einer Güterschenkung an das Kloster Berchtesgaden in den Jahren 1140 und 1144 genannt. 340 Jahre in zehn Generationen lassen sich die Herren von Schwenningen nachweisen. Mit Hans III. von Schwenningen starb das Geschlecht um das Jahr 1480 aus. Danach wechselte der Ort oft den Besitzer. Der letzte Besitzer Franz Xaver von Linder verkaufte seine Herrschaftsrechte für 22000 Gulden am 22. Februar 1832 an den Staat. In Schwenningen ist der Wandel der landwirtschaftlichen Struktur deutlich erkennbar. Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat deutlich abgenommen. So gab es 1840 69, 1949 98, 1960 101 und im Jahr 1999 27 Betriebe. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind aber heute deutlich grösser und haben sich den heutigen Bedürfnissen angepasst. 1983 wurde an der Donau in Schwenningen ein Laufwasserkraftwerk(Staustufe) in Betrieb genommen. Mit einer Jahresleistung von über 8 Megawatt wird hier ein stetiger Beitrag zur umweltfreundlichen Stromgewinnung geleistet. In Schwenningen wurden 1991 neue Sportanlagen Ihrer Bestimmung übergeben. Es wurde ein Sportheim mit Schiessanlage und Fussballplätzen gebaut. Die Schwenninger Vereine haben den Bau mit grossem Engagement unterstützt. So bieten heute die Anlagen vielen Gruppen und Veranstaltungen einen angenehmen Rahmen und tragen so zum Schwenninger Vereinsleben bei. Im Mai 1994 wurde das neue Rathaus mit Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Die freiwillige Feuerwehr Schwenningen hat beim Bau einen hohen Anteil Eigenleistung erbracht. Die ehemalige Gemeindekanzlei wird heute von den Schwenninger Musikanten als Probenraum genutzt. Viele Jahre hat Schwenningen um einen Neuen Bahnhof gekämpft. Vom Ortskern kommend musste jeder, der das alte Bahnhofsgebäude erreichen wollte die Schienen überqueren. Im Jahr 2006 ist der Neue behindertengerechte Bahnsteig in Betrieb genommen worden. Die beiden Bahnübergänge wurden mit Halbschranken abgesichert. Zusammen mit der Gemeinde Blindheim hat die Gemeinde Schwenningen von der bayerischen Landesstiftung 2007 den Umweltpreis erhalten. Schwenningen setzt sich in hohem Maße für die Erhaltung des schwäbischen Donauriedes ein. Folgend ein Auszug der Rede des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein zur Preisverleihung:


Ich gratuliere den beiden Gemeinden Schwenningen und Blindheim
zum Umweltpreis der Landesstiftung! An diesem Beispiel wird deutlich, dass die Durchsetzung von ökologischen Belangen nicht immer einfach ist. Trotz heftiger Interessenskonflikte und teils schwierigen Auseinandersetzungen mit den Grundeigentümern und anderen Interessensvertretern ist es letztlich gelungen, ein beispielhaftes Biotopverbundsystem mit insgesamt 140 ha in einem der bedeutendsten Wiesenbrüter-Lebensräume Bayerns zu schaffen. Ökologie und Umweltschutz sind keine Luxusprojekte. Das haben Schwenningen und Blindheim bewiesen. Beiden Gemeinden ist es trotz angespannter Haushaltslage gelungen, diese enormen Flächen für ökologische Zwecke zu sichern und diesen Biotopverbundkomplex Jahr für Jahr zu pflegen. Das ging aber nur durch die großartige Motivationsleistung beider Gemeinden. Praktisch die gesamte Bauernschaft arbeitet bei der biotopgerechten Pflege und Entwicklung der Ökoflächen mit. Durch das gemeinsame Ziel der Erhaltung unseres Lebensraumes sind Solidarität und Gemeinschaftsgeist gewachsen. Beides - die gemeinsame Anstrengung für den Umweltschutz und der damit verbundene Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen - sind großartige nachhaltige Erfolge, die weite Kreise ziehen.

                   
           Schwenningen südlich                                        Schloss Kalteneck
                   
           Laufwasserkraftwerk an der Donau                   Naturschutz im Donauried
Gemeindeteil Gremheim:

In Gremheim wurden am westlichen Ortsrand zwei kleine Reihengräberfunde gemacht, die auf eine Alemannische Gründung des Ortes hinweisen. Urkundlich genannt wird Gremheim 1140 und 1144 als Cremeheim. Welcher Ortsteil hier gemeint war ist nicht bekannt. Gremheim bestand um diese Zeit aus einem westlichen Obergremheim und dem östlichen Unter- bzw. Niedergremheim. Im Jahr 1209 saß in Obergremheim ein niederes Adelsgeschlecht. Dort hatten die Herren von Gremheim Ihre Burg. Auf den Burghof zu „Obern Gremhaim“ wird 1387 verwiesen. Die niedere Gerichtsbarkeit hatten anfangs die Grafen von Dillingen. Diese kam 1257 an das Hochstift Augsburg und dann 1783 an das Fürstentum Pfalz Neuburg.1803 kam Gremheim an das Landgericht Höchstädt. Durch die nahe  gelegene Donau war die Überflutungsgefahr sehr hoch. Bereits im 18. Jahrhundert(1771) wurde über eine Verlagerung des Flusslaufs nachgedacht. Im Zuge der Donaubegradigung von 1807-1877 wurden beginnende regulierende Maßnahmen ergriffen. Der erste konkrete Dammbau ist ab 1881 verzeichnet. Gremheim musste die hohen finanziellen Belastungen die durch den Dammbau entstanden sind tragen Für die Überquerung der Donaubrücke forderte Gremheim bis in die dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts Brückenzoll. So konnte der Unterhalt der hölzernen Donaubrücke gesichert werden. Mit der Sprengung der Brücke am 22. April 1945 wurde die wichtige Verbindung zu den Schwaigen und Richtung Pfaffenhofen unterbrochen. Zahlreiche Häuser am südlichen Ortsrand nahmen Schaden. Die Brücke wurde danach schnell wieder aufgebaut. Seit 1983 ist sie durch eine Betonbrücke ersetzt. Ein Holzkreuz aus Jochbalken der Alten Brücke erinnert an die Alte Donaubrücke. 1986 wurde der gemeindliche Kindergarten in Gremheim eröffnet. Im Kindergarten werden in zwei Gruppen bis zu 50 Kinder betreut. Im Zuge der Dorferneuerung wurden in den Jahren 1992-2000 die Ortstrassen in Gremheim saniert und ausgebaut, der Friedhof erweitert und Neue Strassennamen vergeben. Der Kirchplatz wurde von 1999-2000 umgestaltet und zum Abschluss mit einem Andreasbrunnen vollendet. Der schöne Andreasbrunnen zeigt den heiligen Andreas, den Patron der Gremheimer Pfarrkirche. 1996 wurde in Gremheim das neue Feuerwehrgerätehaus und die Treidelhalle eingeweiht. Die Treidelhalle dient als Mehrzweckhalle mit ausreichend Platz für gemeindliche Feste. Der Name soll an den Treidelpfad erinnern, der hier in der nähe vorbeigeführt haben muss. Mit treideln ist das Flussaufwärtsziehen der Schiffe mittels Pferde- oder Ochsengespann gemeint.

                   
           Gremheim, nördlich                                             Treidelhalle
                   
           Kreuz aus Jochbalken                                         Donau bei Gremheim

Gutshof Dettenhart

In einem Waldtal am Reichenbach nordwestlich von Schwenningen liegt die Einöde Dettenhart. 1264 wird sie erstmals als Tetenhart genannt. Dettenhart war von 1264 bis zur Säkularisation 1803 in Besitz des Klosters Kaisheim. Die Kirche zu Dettenhart ist im Laufe des Spätmittelalters verschwunden. Bereits seit 1923 gehört Dettenhart der Pfarrei Schwenningen an und ist seit dem 01. Mai 1978 Gemeindeteil.

         
           Gutshof Dettenhart

Die Schwaigen

Südlich der Donau bei Gremheim beginnt der sogenannte Schwaigwinkel Die Geschichte der Schwaigen reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Ursprünglich waren es Viehhöfe mit hoher Käseproduktion. Im Lauf der Zeit wechselten Sie oft zwischen kirchlichen und weltlichen Besitz. Heute sind die Schwaigen moderne landwirtschaftlich Betriebe und bewirtschaften die weitläufige Flur.

                  
           Fischweitschwaig                                               Stoffelhansenschwaig



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